Der Linyin-Tempel: Geschichte und Bedeutung

Der Linyin-Tempel: Geschichte und Bedeutung

Der Linyin-Tempel gehört zu den bekanntesten buddhistischen Klöstern Chinas. Gegründet in den Jahren 326–328 n. Chr. durch den indischen Mönch Huili, verbindet die Anlage Geschichte und religiöse Praxis. Die Lage nordwestlich von Hangzhou in einem schmalen Tal schafft eine ruhige, meditative Atmosphäre.

Im weitläufigen Komplex finden Besucher Pagoden, Hallen und kunstvolle Reliefs aus verschiedenen Epochen. Die gebäude reichen von Strukturen der Song- bis zur Qing-Zeit und zeigen den Wandel der Architektur. Heute ist der Ort eine der beliebtesten sehenswürdigkeiten Hangzhous.

Beim Rundgang begegnet man bedeutenden Statuen, alten Bäumen und dem Duft von Weihrauch. Diese Kombination macht den Tempel zu einem wichtigen Ziel für Reisende und Gläubige gleichermaßen.

Inhaltsverzeichnis

Wichtigste Erkenntnisse

  • Gründung in den Jahren 326–328 n. Chr. durch Mönch Huili.
  • Enge Verbindung von Religion, Kunst und Natur.
  • Hallen und Kunstwerke aus Song- bis Qing-Zeit sind erhalten.
  • Beliebte Sehenswürdigkeit nordwestlich von Hangzhou.
  • Gebäude und Reliefs bieten Einblick in die Klostergeschichte.

Lage, Geschichte und Bedeutung des Linyin-Tempels

Am Fuß des Feilai Feng liegt das Kloster in einem langen, engen Tal. Die Adresse lautet Nr. 1, Fayun Lane, Lingyin Straße, Bezirk Xihu, Hangzhou (30°14′34″N, 120°5′48″O). Vom Westsee sind es rund 4 km, die Verbindung ist somit kurz und gut erreichbar.

Lage und Umfeld: Hangzhou, Westsee und der Feilai Feng

Der Feilai Feng erreicht eine höhe von 168 Metern. Umgeben von dichtem Wald säumen Felsreliefs den Zugang. Die Umgebung vereint Natur, Quellen und Kultur.

Historischer Überblick: Von der Östlichen Jin-Dynastie bis heute

Gegründet in den Jahren 326–328 n. Chr. durch den indischen Mönch Huili, entwickelte sich die Anlage besonders in der Wuyue-Zeit. Damals gab es hunderte von gebäude und bis zu 3.000 Mönche.

Zerstörungen im 9. Jahrhundert und im Taiping-Aufstand führten zu Wiederaufbauten. Zwei Sutrensäulen (969) und steinerne Pagoden aus der Song-Zeit blieben erhalten.

Spirituelle Bedeutung und Wandel

Die Grotten am Berg zeigen hunderte buddhistische Reliefs aus dem Mittelalter und dokumentieren künstlerische Kontinuität. Rituale, Chan-Praxis und Kulturerhalt prägen die heutige Nutzung.

Der Ort blieb während der Kulturrevolution intakt und öffnete 1971 wieder. Heute gelten die internen bewertungen als sehr hoch (★★★★★), was seine Bedeutung für Besucher und Gläubige bestätigt.

Periode Zustand Erhaltene Zeugnisse
326–328 (Gründung) Gründung durch Huili Historische Überlieferung
10. Jh. (Wuyue) Blütezeit 270 Hallen, Pagoden (Teilrekonstruktion)
Song–Qing bis 20. Jh. Zerstörung & Wiederaufbau Sutrensäulen, steinerne Pagoden, grotten

Höhepunkte und Architektur: Hallen, Statuen und Grotten

Der Weg durch das Anwesen führt vorbei an eindrucksvollen hallen, großen statuen und historischen Grotten. Jede halle erfüllt eine eigene Funktion und zeigt verschiedene künstlerische Epochen.

Halle der Himmelskönige

Als doppeltgeschossiger Eingangssaal (ca. 20×15 m) markiert diese halle den feierlichen Zugang. Im Mittelpunkt steht Maitreya, der lachende Buddha; rückseitig befindet sich Skanda/Weituo. Die kaiserliche Plakette von Kangxi verleiht der Szene zusätzlichen Rang.

Große Halle des Großen Helden (Mahavira)

Die Mahavira ist die spirituelle haupthalle des Klosters. Das Gebäude erreicht eine höhe von 33,6 meter und gilt als höchstes eingeschossiges gebäude Chinas.

Im Inneren dominiert eine Sakyamuni‑statue aus 24 Teilen Kampferholz, vergoldet; mit Sockel und Heiligenschein misst sie insgesamt 19,6 meter. Vor der halle stehen zwei achteckige Steinpagoden aus der Song‑Zeit.

Apothekersaal und Halle der fünfhundert Arhats

Der moderne Apothekersaal zeigt den Medizinbuddha, flankiert von Suryaprabha und Candraprabha. Tierkreiszeichen schmücken die Seitenwände.

Die Halle der 500 Arhats erstreckt sich über rund 3.116 m² und ist etwa 25 meter hoch. Fünfhundert bronzene Sitzzustände, je ca. 1,7 meter groß und rund 1 Tonne schwer, beeindrucken durch Detail und Größe.

Feilai‑Feng‑Grotten

Entlang des Zugangs liegen die Feilai Feng grotten mit über 400 Felsskulpturen (10.–14. Jh.). Die Felsreliefs führen als bildstarker Weg vor das Kloster und verbinden Natur mit religiöser Kunst.

halle statue feilai feng

  • Architektur und Bildhauerei verschmelzen hier zu einem lebendigen sakralen Ensemble.
  • Gebäude aus verschiedenen Zeiten dokumentieren Kontinuität und Wandel.

Besuch planen: Öffnungszeiten, Tickets, Anreise und Tipps

Planung erleichtert den besuch und sorgt für entspannte Eindrücke im tempel und am Feilai Feng.

Öffnungszeiten: täglich 07:00–18:00. Tickets kaufen Sie am Eingang zu Feilai Feng. Einzelpreise: Feilai Feng 45 RMB, Tempel 30 RMB. Das Kombiticket kostet 75 RMB und ist für Besucher mit begrenzter Zeit oft am sinnvollsten.

besuch feilai feng

Anreise und Fahrzeiten

Vom Westsee sind es etwa 3,5–4 km; Busverbindungen dauern je nach Verkehr 20–40 Minuten. Vom Hauptbahnhof nehmen Sie Y2 (ca. 12 Stationen) oder K7 (ca. 15 Stationen) bis „Ling Yin“.

Vom Flughafen Xiaoshan fahren Shuttles alle 30–40 Minuten zum Hauptbahnhof. Danach weiter per Bus oder Taxi zum Tempel.

Praktische Hinweise und Dauer

Rechnen Sie für den kombinierten besuch von Kloster und Grotten rund 2 Stunden ein. Der Feilai Feng erreicht eine höhe von 168 meter; die Wege sind gut, tragen Sie aber bequemes Schuhwerk.

Aspekt Info Empfehlung
Öffnungszeiten 07:00–18:00 Morgens für ruhige Atmosphäre
Tickets Feilai Feng 45 RMB, Tempel 30 RMB, Kombi 75 RMB Kombiticket am Eingang wählen
Anreise Bus vom Westsee 20–40 Min.; Y2/K7 ab HBf Taxi bei Zeitdruck
Besuchsdauer ca. 2 Stunden Langsames Tempo, Fotozeit einplanen

Verhalten und Vorbereitung

Achten Sie auf respektvolles Verhalten: leise sprechen, keinen Blitz benutzen und Schultern bedecken. Prüfen Sie vorab bewertungen und Stoßzeiten an Wochenenden, um Wartezeiten zu vermeiden.

Fazit

Das Ensemble verbindet eindrucksvolle Hallen mit bedeutender Felskunst und lädt zum genauen Betrachten ein.

Die Mahavira als zentrale haupthalle (33,6 meter) und die Tianwang-halle lenken den Blick. Die große statue des Sakyamuni steht im Mittelpunkt und prägt das Raumgefühl.

Apothekersaal, Arhat-Halle mit 500 Bronzen und die Song-Zeit-Pagoden ergänzen das Bild. Die Feilai-Feng-Reliefs machen die Verbindung von Natur und Bildsprache deutlich.

Als eine der wichtigsten sehenswürdigkeiten Hangzhous bietet der tempel ein ausgewogenes Erlebnis für Kultur- und Religionsinteressierte.

FAQ

Wo liegt der Linyin-Tempel und wie komme ich dorthin?

Der Tempel befindet sich in Hangzhou, nahe dem Westsee und am Fuß des Feilai Feng. Er ist fußläufig vom Westsee-Ufer erreichbar. Alternativ fahren Busse und Taxis vom Hauptbahnhof; vom Flughafen Hangzhou sind es etwa 30–45 Minuten mit dem Auto.

Welche historischen Epochen prägen die Anlage?

Die Anlage reicht bis in die Östliche Jin-Dynastie zurück und wurde in den Song- und Qing-Zeiten erweitert. Viele Hallen und Steinschnitzereien stammen aus dem Mittelalter und zeigen den ständigen Wandel religiöser Architektur.

Was sind die wichtigsten Gebäude und Kunstwerke vor Ort?

Zu den Höhepunkten zählen die Haupthalle (Große Halle des Großen Helden) mit der Sakyamuni-Statue, die Halle der Himmelskönige, der Apothekersaal sowie die Halle der fünfhundert Arhats. Am Feilai Feng gibt es zahlreiche Grotten und Felsreliefs.

Gibt es Eintrittspreise und Öffnungszeiten?

Der Tempel hat meist tägliche Öffnungszeiten, kann aber saisonal abweichen. Es gibt Einzel- und Kombitickets, die sowohl Tempel als auch Feilai-Feng-Grotten abdecken. Aktuelle Preise und Zeiten prüft man am besten auf der offiziellen Seite oder vor Ort.

Wie viel Zeit sollte ich für einen Besuch einplanen?

Für den Tempel und die Grotten sind 1,5 bis 3 Stunden empfehlenswert, je nach Interesse an Kunst und Geschichte. Wer Fotografie oder genaue Betrachtung der Steinreliefs plant, sollte mehr Zeit einrechnen.

Welche Verhaltensregeln gelten im Tempel?

Respektvolles Verhalten ist wichtig: Leise sprechen, angemessene Kleidung tragen, nicht auf Altäre oder Statuen klettern und Fotos dort vermeiden, wo es untersagt ist. Folgen Sie den Hinweisen der Mitarbeiter.

Gibt es Führungen oder Informationsmaterialien vor Ort?

Häufig werden Audioguides und geführte Touren angeboten, teils in mehreren Sprachen. Informationsschilder erläutern einzelne Hallen, Statuen und Grotten. Prüfen Sie Verfügbarkeit am Ticketschalter.

Sind die Grotten am Feilai Feng zugänglich und sicher?

Die Grotten und Felsreliefs sind zugänglich, oft über befestigte Wege. Einige Bereiche sind wegen Restaurierung oder Sicherheit zeitweise gesperrt. Tragen Sie festes Schuhwerk, da Wege steinig sein können.

Welche Jahreszeit ist für einen Besuch am geeignetsten?

Frühling und Herbst bieten angenehme Temperaturen und weniger Regen. Frühe Morgenstunden vermeiden die Hauptbesuchszeiten und sichern ruhige Eindrücke der Anlage und der Grotten.

Gibt es barrierefreie Zugänge für Besucher mit eingeschränkter Mobilität?

Teilen des Geländes sind ebenerdig oder mit Rampen erreichbar. Wegen alter Treppen und steiniger Wege sind jedoch nicht alle Bereiche vollständig barrierefrei. Fragen Sie vor Ort nach Hilfestellung.

Welche weiteren Sehenswürdigkeiten liegen in der Nähe?

Der Westsee selbst, Teehäuser, die Pagode des Leprakranken (Leifeng-Pagode) und zahlreiche Gärten sind fußläufig oder mit kurzer Fahrt erreichbar und ergänzen den Besuch kulturell.

Gibt es gastronomische Angebote oder Souvenirläden auf dem Gelände?

In der Umgebung finden Sie Teestuben, kleine Cafés und Souvenirshops. Innerhalb des Tempelbereichs gibt es oft Stände mit Andenken und Getränken, die lokale Produkte anbieten.

Werden religiöse Zeremonien abgehalten, die Besucher sehen können?

Regelmäßige Rituale und Zeremonien finden statt; Besucher sollten sich respektvoll verhalten und Abstand halten. Zeiten für Zeremonien können variieren; erkundigen Sie sich an der Info.
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